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Es wird spektakulär
Dieses Himmelsspektakel sollte man sich nicht entgehen lassen. Heute schiebt sich der Mond zwischen die Erde und die Sonne. Die drei Himmelskörper stehen dann in einer Reihe. In Hohenlohe ist dieses Ereignis als partielle Sonnenfinsternis zu sehen, das heißt: Der Mond verdeckt die Sonne nicht vollständig, ein Stück von ihr bleibt sichtbar.
Wer eine totale Sonnenfinsternis sehen möchte, muss einige Kilometer fahren: Die Finsternis beginnt bei Sonnenaufgang in Russland und bewegt sich nordwärts über den Atlantischen Ozean nach Grönland. Dann wandert der Mondschatten in südlicher Richtung über dem Nordatlantik an Island vorbei. Schließlich trifft er auf Spaniens Nordküste.
Merkwürdige Lichtstimmung
„Auch die partielle Sonnenfinsternis in Süddeutschland wird spektakulär sein“, erklärt Matthias Penselin. Der Physik- und Mathelehrer unterrichtet am Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) in Crailsheim das Profilfach Informatik, Mathematik und Physik (IMP) und Astronomie, das als Wahlfach angeboten wird. Beim Schulfest vor den Ferien bot er Sonnenbeobachtung an und verteilte Sonnenfinsternisbrillen, um die Schülerinnen und Schüler zur sicheren Sofi-Beobachtung anzuleiten. Penselin verrät: „Es wird eine merkwürdige Lichtstimmung geben. Die Sonne wird wie eine Sichel aussehen und man kann beobachten, wie die Sichel untergeht.“ Und weiter rät Penselin: „Unbedingt anschauen!“
Das seltene astronomische Ereignis kann man ohne Fernrohr mit dem bloßen Auge sehen, sagt Penselin, der nach Katalonien im Norden Spaniens gereist ist, um hier die totale Sonnenfinsternis live mitzuerleben. Dort wie hier gilt: „Man sollte sich einen Platz suchen, von dem aus es freie Sicht nach Westen gibt. Man muss den Sonnenuntergang sehen können.“ Es sollten also keine Bäume, Häuser oder Hügel im Weg sein. Sinnvoll ist ein erhöhter Platz mit Weitblick.
Zu Beginn – um 19.22 Uhr geht das Spektakel los – steht die Sonne etwa eine Handbreit (mit ausgestrecktem Arm gemessen) über dem Horizont. Zwanzig Minuten später kann man die Bedeckung durch den Mond schon deutlich erkennen. Um 20 Uhr hat die Sonne die Form einer Sichel angenommen, um 20.15 Uhr erreicht die Sonnenfinsternis ihren Höhepunkt – und die Sichel ihre schmalste Ansicht. Gegen 20.40 Uhr verschwindet die wieder größere Sonnensichel hinter dem Horizont.
Wichtig zu wissen: Ein ungeschützter Blick in die Sonne kann den Augen schwere und irreparable Schäden zufügen. „Jeder sollte eine Sonnenfinsternisbrille tragen“, mahnt Penselin, „vor allem, weil man längere Zeit in die Sonne blickt.“ Die Schutzbrillen besitzen einen extrem starken Filter, der die Umgebung verschluckt – nur die Sonne ist dadurch sichtbar.
Übrigens: Wer ein Handyfoto von der Sonnenfinsternis machen möchte, kann dies ebenfalls mit der Schutzbrille tun. Einfach die Brille vor die Handykamera halten – und darauf achten, dass die Kameralinsen komplett von der Brille verdeckt sind. Penselin: „Der Schutz der Augen ist wirklich wichtig. Besonders mit Fernrohren ist unsachgemäße Sonnenbeobachtung eine ziemlich sichere Methode, um die Netzhaut irreparable zu zerstören.“
Und wie wird das Wetter zum Naturschauspiel? Meteorologe Andy Neumaier ist zuversichtlich: „Es wird nahezu wolkenlos sein. Also beste Bedingungen, die Sonne als Sichel untergehen zu sehen.“
Info: Weitere Informationen zur Sonnenfinsternis gibt‘s auf der Homepage des Hauses der Astronomie in Heidelberg: www.haus-der-astronomie.de.



