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Strahlendes Abschlusskonzert
Lange Zeit, bevor sich das Schuljahr dem Ende entgegen neigt, intensivieren sich die Aktivitäten am Albert-Schweitzer-Gymnasium, denn es gilt, das traditionelle Schuljahresabschlusskonzert vorzubereiten. Dies erklärte auch Christian Reinhardt als Schulleiter und brachte seine Freude in der gut gefüllten Sport- und Festhalle in Ingersheim über derart viel Engagement zahlreicher Musizierender zum Ausdruck.
Nicht nur der kleine Chor, der Mittel- und Oberstufenchor und der Chor der Klassen 10 a und 10 b (Leitung und Einstudierung: Kerstin Dittmann und Corinna Just), Mini-Bigband, Bigband und Herr-der-Ringe-Streicher (Leitung und Einstudierung: Tobias Wolber), sondern auch die Streicher-AG (Tabea Reichert) und das Cello-Ensemble des Musikschule Crailsheim (Ina Krauß-Pfleghaar) trugen mit einer „fantastischen Vielfalt“ (Christian Reinhardt) zu dem guten Gelingen des Konzertes bei. Das begeisterte Auditorium honorierte die Konzertpassagen mit enthusiastischem Applaus und am Ende mit stehenden Ovationen.
Die Bigband unter Tobias Wolber eröffnete die musikalische Show mit dem James-Bond-Thema und seinem typischen jazzigen Big-Band-Sound und vermittelte die der Kriminalfilmreihe zugrunde liegenden Stimmungen von Gefahr, Eleganz und Coolness musikalisch sehr anschaulich und nachvollziehbar.
Drei Musikstücke brachte die Streicher-AG unter Tabea Reichert ebenso eindrucksvoll danach zu Gehör: Auf das getragen gespielte und leicht im Ohr zu behaltende „Konzertstück“ von Robert S. Frost folgte das Traditional „Oh When the Saints“, ein weltberühmtes US-amerikanisches Gospel. Ein weiterer amerikanischer Folk Song „Skip to My Lou“ war ebenfalls zu hören. Dieses Kinderlied kann mit „Spring zu meinem Schatz“ übersetzt werden.
Bei Bart Howards legendärem Jazz-Klassiker „Fly Me to the Moon“ glänzte Leonora Rudorf (11 a) im Rahmen einer Jazz-Combo ganz besonders mit ihrem überwältigenden Saxofon-Solo.
Drei Stücke präsentierte auch der kleine Chor unter der Leitung von Kerstin Dittmann, musikalisch von E-Piano, zwei Querflöten, einem Saxofon, zum Teil von einem Cajón und dem Schlagzeug begleitet auf brillante Weise: In Annette Humpes und Adel Tawils (bekannt als „Ich und Ich“) Song „Vom selben Stern“ kommt die Verbundenheit aller Menschen zum Ausdruck, während „Astronaut“ von Sido feat. Andreas Bourani eine friedliche Weltraumatmosphäre gegenüber einer gesellschaftskritischen Haltung zum Ausdruck bringt. Mit Peter Schillings Ohrwurm „Major Tom (Völlig losgelöst)“ wurde in treibendem Tempo einer der größten Hits der Neuen Deutschen Welle von 1982 präsentiert.
Feierlich, andachts- und weihevoll ließ Tobias Wolber mit seiner Bigband den vierten Satz aus Gustav Holsts Orchestersuite „Die Planeten“ „Jupiter, Bringer der Fröhlichkeit“ erklingen, ehe er mit seiner Mini-Bigband seine Eigenkomposition „Mini Bigband Blues“ zum Besten gab. Darin kamen die typischen gefühlvoll-melancholischen Klangkombinationen deutlich zur Geltung.
Die Unterschiedlichkeit musikalischer Gestaltung zeigten Ann-Katrin Hofmann (10b), Ruben Kunz (11c) und Johanna Nonnenmann (11c) als Cello-Ensemble der Crailsheimer Musikschule auf: Mit einem Marsch von Georg Friedrich Händel wurde der stolze majestätische Charakter der Barockzeit verdeutlicht, ehe – als Kontrast – das moderne „Groove it!“ des Cellopädagogen Gabriel Koeppen poppig, rockig, jazzig, eben groovig gespielt wurde.
Nach einem instrumentalen Intro begannen der Mittel- und Oberstufenchor und der Chor der Klassen 10a und 10b ihren Teil mit Percy Mayfields Ohrwurm „Hit the Road, Jack“, von E-Piano und Schlagzeug begleitet. Bobby Hebbs Soul-Jazz-Klassiker und Evergreen „Sunny“ bildete den emotionalen Mittelteil, ehe mit Carl Strommens kraftvoller und ebenfalls hochemotionaler Chorballade „Like an Eagle“ ein weiteres, von symbolischen Handbewegungen begleitetes Highlight zu hören war, das das Publikum zu eifrigem Mitschnipsen und einem Riesenbeifall animierte. Kerstin Dittmann und Corinna Just lösten sich beim Dirigieren und am E-Piano ab.
Tobias Wolber hat das Traditional „Drunken Sailor“ in ganz neuer Form arrangiert, und zwar so, dass er gewohnte Klänge aus unterschiedlichen Stücken in ungewohnter Weise kombiniert hat.
Zunächst ließ er die Mini-Bigband seine Komposition spielen und gegen Ende des Konzerts als weiteres Highlight diese zusammen mit Mini-Bigband, Bigband, Streichern und Chören als gewaltiges Tutti ausklingen.
Davor aber gab es zwei weitere Leckerbissen: Die Bigband stellte mit Danny Elfmans „Music for a Darkened Theatre“, ganz im Hollywoodstil gestaltet, ein Medley berühmter Filmmelodien vor. Danach wirkten die Bigband, Streicher und Chöre beim Howard Shores kongenial zusammen, indem sie aus dem „Herr der Ringe“-Zyklus die Suite aus „Zwei Türme“ interpretierten. Hierbei zeichnete sich auch die Solistin Johanna Kreiner (8a) besonders aus.
Mit stehenden Ovationen wurden die großartigen Leistungen aller Musizierenden belohnt, sodass es mit „Rock Around the Clock“ eine umjubelte Zugabe gab.



