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Eine Erinnerungskultur, die junge Menschen anspricht
Damit werden Verbrechen bezeichnet, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges stattgefunden haben, so auch in Crailsheim im April 1945 nach dem Rückzug der US-Truppen aus der zuvor eingenommenen Stadt. In Gruppen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen historischen Fällen, in denen Menschen in den wenigen Tagen nach dem Abzug und bis zur Rückkehr der amerikanischen Soldaten von Deutschen umgebracht wurden. Dabei recherchieren sie die Hintergründe und versuchen zu verstehen, warum Menschen zu Tätern bzw. zu Opfern wurden. Ziel ist es, mit den Produkten der Schüler und Schülerinnen eine Erinnerungskultur zu schaffen, die auch junge Menschen anspricht, damit diese Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten. Zu diesem Zweck stellt das Kreismedienzentrum Crailsheim den Schülern und Schülerinnen ein mobiles Podcast-Studio für zehn Tage zur Verfügung.
Für die Podcast-Gruppen wird in den nächsten zehn Tagen ein Aufenthaltsraum der Schule in ein kleines Podcast-Studio verwandelt. Dort können die Gruppen, die eine Tonaufnahme im Rahmen ihrer Projektarbeit planen, ihre Audios aufnehmen. Zum Start fand eine kurze Einführung in die Technik durch Herrn Thilo Kraft vom KMZ statt.
Viele Schülergruppen haben für ihre Darstellung die Form des Podcast gewählt, aber es werden auch andere Formate wie Präsentationen, Plakate oder Videos erstellt. So kann jede Gruppe ihre Ergebnisse auf die Weise vorstellen, die ihr passend erscheint.
Durch die verschiedenen Arbeitsformen lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur etwas über Geschichte, sondern sammeln auch Erfahrungen im Recherchieren, im Arbeiten im Team und im Umgang mit digitalen Medien.
Den Schülern und Schülerinnen geht es dabei vor allem darum, die ausgewählten Fälle verständlich zu erklären und zu zeigen, warum es wichtig ist, sich mit diesem Teil der Geschichte zu beschäftigen. Das Projekt soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch zum Nachdenken anregen. Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse ist für den Beginn des nächsten Jahres vorgesehen.
Der Bericht wurde verfasst von Romy Kappler, Stella Panzino und Valeria Grom, Klasse 10b des ASG



